Aktuelle Situation (Mai 2026) Rekordtief am 1. Mai: Am gestrigen Feiertag fielen die Großhandelspreise an der Börse (EPEX Spot) in der Spitze auf das technische Minimum von -500 €/MWh (bzw. -50 Cent pro kWh). Dies geschah vor allem in den Mittagsstunden zwischen 12:45 und 14:30 Uhr

Aktuelle Situation (Mai 2026) Rekordtief am 1. Mai: Am gestrigen Feiertag fielen die Großhandelspreise an der Börse (EPEX Spot) in der Spitze auf das technische Minimum von -500 €/MWh (bzw. -50 Cent pro kWh). Dies geschah vor allem in den Mittagsstunden zwischen 12:45 und 14:30 Uhr

Das Phänomen der negativen Strompreise hat in Deutschland am gestrigen Freitag, den 1. Mai 2026, einen neuen historischen Rekordwert erreicht.

Hier ist die aktuelle Lage zum Stand 2. Mai 2026:

Aktuelle Situation (Mai 2026)
Rekordtief am 1. Mai: Am gestrigen Feiertag fielen die Großhandelspreise an der Börse (EPEX Spot) in der Spitze auf das technische Minimum von -500 €/MWh (bzw. -50 Cent pro kWh). Dies geschah vor allem in den Mittagsstunden zwischen 12:45 und 14:30 Uhr.

Ursache: Das Zusammentreffen von extrem hoher Photovoltaik-Einspeisung (bei sonnigem Wetter) und der gleichzeitig geringen industriellen Last am Feiertag führte zu einem massiven Überangebot. Experten schätzen, dass zeitweise rund 40 GW Photovoltaik-Leistung abgeregelt werden mussten, um das Netz stabil zu halten.

Häufigkeit: Für das Gesamtjahr 2026 wird prognostiziert, dass die Anzahl der Stunden mit negativen Preisen auf 700 bis 900 Stunden ansteigen könnte (zum Vergleich: 2025 waren es im ersten Halbjahr bereits knapp 400 Stunden).

Was das für Sie bedeutet
Ob Sie von diesen Preisen profitieren, hängt stark von Ihrem Stromvertrag ab:

Dynamische Stromtarife (z.B. Tibber, Rabot Charge):
Nutzer dieser Tarife konnten am 1. Mai Strom zu effektiv negativen Preisen beziehen. Da jedoch Steuern, Abgaben und Netzentgelte (zusammen ca. 15–20 Cent) auf den Börsenpreis aufgeschlagen werden, erreicht der Endkundenpreis selten den echten Minusbereich. Dennoch lag der Preis gestern für einige Stunden bei nahezu 0 Cent oder leicht darunter.

Standard-Fixverträge:
Kunden mit Festpreisen merken von diesen Schwankungen nichts direkt. Indirekt steigen jedoch die Kosten für die Allgemeinheit, da die Entschädigungszahlungen für abgeregelte Anlagen über die Netzentgelte finanziert werden.

PV-Anlagenbesitzer (Einspeiser):

Neuanlagen: Seit 2025/2026 gelten verschärfte Regeln. Bei negativen Preisen erhalten viele Betreiber (je nach Anlagengröße und Inbetriebnahmedatum) für diese Stunden keine Einspeisevergütung mehr.

Empfehlung: Experten raten dazu, den Eigenverbrauch in diese Phasen zu schieben (E-Auto laden, Wärmepumpe hochfahren) oder die Anlage bei extrem negativen Werten sogar kurzzeitig abzuregeln, um das Netz zu entlasten.

Zusammenfassung der Marktentwicklung 2026
Merkmal Stand/Prognose Mai 2026
Börsenpreis-Minimum -500 €/MWh (erreicht am 01.05.2026)
Installierte PV-Leistung ca. 117–119 GW
Netzentgelte Im Schnitt um 17 % gesunken (seit Jan. 2026)
Erwartete Negativ-Stunden 700 – 900 Stunden für das Gesamtjahr

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Hinweis: Die extremen Ausschläge zeigen, dass der Ausbau von Stromspeichern (Batteriespeichern) massiv vorangetrieben werden muss, um diese Überschüsse abzufangen und für die Abendstunden (“Dunkelflaute”) nutzbar zu machen.

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